Herabstufung durch Standard & Poors führt zu abermals steigenden Goldpreisen

Jan 17 '12

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Herabstufung durch Standard & Poors führt zu abermals steigenden Goldpreisen

Nachdem die international angesehene Ratingagentur Standard & Poors, die die Kreditwürdigkeit der einzelnen Staaten bewertet, zu Beginn dieser Woche neun Ländern der europäischen Währungsunion die Bestnote "AAA" entzogen hat, ist der Goldpreis erneut gestiegen. Im Vergleich zur Vorwoche hat das begehrte Edelmetall um zirka sieben Dollar zugelegt. Grund dafür sei laut Commerzbank-Analysten, dass die Märkte immer instabiler würden und Anleger in diesen Tagen deshalb vermehrt auf eine sichere Geldanlage setzten. Gleichzeitig warnten sie jedoch davor, sich bei der der Goldinvestition zu sicher zu sein. Denn ein möglicher Kursanstieg des US-amerikanischen Dollar könne das Bild bereits trüben. Da der Goldpreis für Anleger mit ausländischen Währungen somit kostspieliger würde, ginge die Nachfrage hierzulande als logische Konsequenz wieder zurück, so die Analysten. Indes hagelte es für Standard & Poors Kritik von Politikern in ganz Europa. Obwohl die Herabstufung keine Überraschung war, da es bereits im Dezember erste Anzeichen dafür gegeben hatte, ist das Unverständnis unter Spitzenpolitikern groß. So übte beispielsweise Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble harsche Kritik an der US-amerikanischen Ratingagentur, als er ihr unterstellte, die Sachlage in Europa zu verkennen. Man arbeite daran, die Schuldenprobleme zu bekämpfen und Europa sei die wirtschaftlich stärkste Region der Welt, betonte Schäuble.

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