Rettungsfond unter Druck: Herabstufung auf dem Weg

Jan 17 '12

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Rettungsfond unter Druck: Herabstufung auf dem Weg

Der europäische Rettungsfond EFSF war als Bollwerk gegen die Eurokrise geplant. Doch nach der Herabstufung der Bonitäten von Frankreich und anderen Euroländern wackelt auch das Rating des Rettungsschirms. Die Frage, welche sich zurzeit stellt ist: wird der Fond seinen Zweck erfüllen oder platzt Europas letzte Hoffnung? Während Kanzlerin Angela Merkel bemüht ist, nach außen Gelassenheit zu demonstrieren, und durch ihren Regierungssprecher verkünden lässt, sie sehe "keinerlei Handlungsbedarf", ist das Beben, welches durch die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor´s in Gang gesetzt wurde, in ganz Europa deutlich zu vernehmen. Denn: mit Frankreich und Österreich sind zwei der Hauptstützen des Rettungsfonds von der Herabstufung betroffen. Nur noch vier Länder besitzen in Europa jetzt noch das Toprating AAA: Deutschland, Luxemburg, Finnland und die Niederlande. Das Rating bestimmt die Zinsen, welche fällig werden, sollte der Rettungsschirm in großem Maße eingreifen müssen. Denn der Fond selbst verfügt über kein eigenes Geld. Jeder Kredit an ein Euroland muss erst selbst durch den Fond aufgenommen und dann an das entsprechende Land weitergeleitet werden. Dafür bürgen zum Großteil die AAA-Länder. Um das Toprating zu erhalten müssten entweder die vier verbliebenen AAA-Länder ihre Einlagen in den Fond erhöhen oder die Einlagen von Frankreich und Österreich müssen aus dem Fond "herausgerechnet" werden, was zur Folge hätte, dass weniger Kredite ausgegeben werden könnten. Ansonsten bleibt den Euroländern nur die Möglichkeit, das verschlechterte Rating in Kauf zu nehmen und darauf zu hoffen, dass die Konsequenzen nicht so teuer ausfallen, wie bisher allgemein veranschlagt wird.

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